Woran erkenne ich, dass ich im Winter zu viel gegossen habe?

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Woran erkenne ich, dass ich im Winter zu viel gegossen habe?

Gerade in der kalten Jahreszeit sind Übergießen und Staunässe die häufigsten Pflegefehler an Zimmerpflanzen, weil das Gießverhalten oft unverändert bleibt, während die Pflanzen deutlich weniger Wasser verbrauchen. Ein erstes Warnsignal ist die Erde: Bleibt der Topfballen über viele Tage hinweg feucht und fühlt sich selbst in der Tiefe klamm an, statt zwischen den Wassergaben merklich abzutrocknen, haben Sie zu viel gegossen. Prüfen Sie dazu mit dem Finger oder einem Holzstab, ob sich in den unteren Schichten noch Nässe befindet. Auch ein deutlich schwerer Topf, Wasser, das nach dem Gießen lange im Untersetzer stehen bleibt, oder ein feuchter, modriger Geruch aus der Erde sind klare Hinweise darauf, dass Sie das gießen reduzieren sollten.

Auch das Erscheinungsbild der Pflanze selbst verrät viel. Typisch für zu viel Wasser sind schlaffe, matschige oder gelb werdende Blätter, die oft von unten nach oben auftreten und sich leicht vom Trieb lösen lassen. Wurzeln, die braun oder schwarz und weich sind statt hell und fest, deuten auf Wurzelfäule hin; beim Umtopfen erkennen Sie das an fauligem Geruch und zerfallendem Wurzelwerk. Zusätzlich können sich Schimmel auf der Erdoberfläche, kleine Trauermücken oder ein plötzlicher  dieser Ratgeber  bei kühlen Temperaturen zeigen. Verwechseln Sie solche Symptome nicht mit Wassermangel, denn schlaffe Blätter entstehen in beiden Fällen – der Unterschied liegt in der Bodenfeuchte.



Wer die Anzeichen erkennt, sollte zunächst das gießen reduzieren, bis die Erde in der Tiefe wieder abgetrocknet ist, und Staunässe im Untersetzer zügig entfernen. Lockern Sie die oberste Erdschicht vorsichtig auf, damit Luft an die Wurzeln gelangt, und stellen Sie den Topf an einen hellen, aber nicht zu kalten Platz. Bei Verdacht auf Wurzelfäule hilft nur kontrollieren: Pflanze aus dem Topf nehmen, weiche Wurzeln entfernen und in frisches, durchlässiges Substrat setzen. Gießen Sie künftig erst, wenn sich die Erde merkbar trocken anfühlt, und passen Sie die Menge der kühleren Jahreszeit und dem geringeren Lichtangebot an. So beugen Sie dauerhaft vor und erkennen frühzeitig, wann es Zeit ist, das gießen zu reduzieren.